46. Traditionsrennen "Großes Wappen von Köln"

Beim 46. Traditionsrennen "Großes Wappen von Köln"konnten die Kanuten der Wildwasserrennabteilung der SSV Rheydt bemerkenswerte Erfolge erzielen. Im Sprintrennen am Samstag fuhren die Jugendfahrer Lena Eickenberg und Tobias Lewald (beide 15 Jahre) jeweils auf den 2. Platz.Am Sonntag folgten dann bei strahlendem Sonnenschein die "Classic"-Langstreckenrennen am Deutzer Rheinufer entlang.Hierbei wurde in den Einzel- und Mannschaftsrennen auch die für die Kanuten wichtige Wertung der "Westdeutschen Meisterschaft" ausgefahren. Lena Eickenberg wurde diesmal mit ihrem wiederum hervorragenden 2. Platz westdeutsche Meisterin. Tobias Lewald paddelte im hart umkämpften Feld auf den 3. Platz und wurde damit westdeutscher Vizemeister. Sein Bruder Jan Lewald (12) und jüngster Starter des SSV bei diesem Rennen wurde mit seinem erfreulichen 3. Platz westdeutscher Meister. Die Schüler Felix Imkamp (13), Daniil Minin (13) und Justin Schmitz (14) erreichten in ihrer Startergruppe mit den Plätzen 7, 11 und 12 gute Plätze im Mittelfeld. Als Mannschaft paddelten sie zusammen auf den 3. Platz, auch in der westdeutschen Wertung. Die Juniorenfahrer Simon Eickenberg (18) und Jakub Schymetzko (17) erreichten als vierter und fünfter das Ziel. Zusammen mit Tobias Lewald konnten sie im Mannschaftsrennen den 1. Platz belegen und wurden damit westdeutsche Meister. Für alle Kanuten, von denen sich vier im Landeskader befinden, sowie das Trainerteam waren es hervorragende Ergebnisse in diesem wichtigen Rennen. Durch großen Zuwachs in der letzten Zeit trainieren ca. 15 Sportler zwischen 9-18 Jahren in der Rennabteilung des SSV Rheydt, so dass auch künftig mit guten Ergebnissen zu rechnen ist.


Deutsche Meisterschaft Classic

St.Martin bei Lofer / Mai 2018

Um 23:45 Uhr glücklich vom Bootshaus losgefahren. Im Bus herrschte gute Laune. Die Switch wurde angeschlossen und erst einmal eine Runde gezockt. Nach einer Std. war die Lust zu spielen vorbei und es wurde so herum gealbert. Gegen 2 Uhr kehrte allmählich Ruhe ein und auch die letzten schliefen jetzt. Ab 6:30 Uhr öffneten die ersten Kids die Augen. Nach einem anscheinend letzten Fahrer wechsel stieg die Freude auf das Frühstück in ca. 2 Std. Zwischenzeitlich bekamen wir die Info das Familie Lewald schon an der Ferienwohnung angekommen sei.  Irgendwann fiel den Kids auf das sich unser Sandort und der von Tobias ziemlich weit auseinander lagen. Hier stellen wir dann fest das wir zum falschen Ort“ Sankt Martin „ unterwegs waren, da es diesen nicht nur bei Lofer sondern auch sonst noch etliche male in Österreich gibt.

Endlich gegen 13 Uhr bei schönstem Wetter am Ferienhaus angekommen, wurden umgehend die Zimmer begutachtet. Die Aufteilung der Zimmer verlief überraschend schnell und problemlos. Das heißt die Kids sind in der obersten Etage untergebracht, die „Alten“ eine Etage darunter. Es wurden noch schnell drei Teams gegründet, welche für die Aufgaben Tisch decken, abräumen und Bus aufräumen zuständig sind. Es wird natürlich täglich rotiert. Dann gab es endlich das von allen ersehnte Frühstück, sogar mit Kuchen. Im Anschluss machten wir uns daran die Boote zu präparieren. Also wurden fleißig Schoner angeklebt, Fußstützen befestigt etc. Dann ging es zur ersten Fahrt aufs Wasser. Doch leider fiel das erste Boot am Start schon aus. Der Sitz war lose und Wasser drang von unten ins Boot. Es musste ein Ersatzboot her. Nachdem alle die Schülerstrecke gefahren haben, fuhren die älteren noch den weiteren Abschnitt. Als wieder alle mit Booten ausgestattet waren ging es für die meisten dann auf eine zweite Tour. Das Training war geschafft. Nun hieß es den Hunger zu stillen. Nudeln mit Bolognesesoße und Gurkensalat fanden große Abnehmer. Die Stimmung war gut. Es wurde viel erzählt und gelacht. Nach dem Essen fuhren einige noch mit den Fahrrädern, andere nutzen das W-lan und die große weite Welt des www. Später wurde noch zusammen im Wohnzimmer Mario Kart gespielt.

Tag 2 Um 8 Uhr wurden wir geweckt. Das Frühstück war bereitet. Zwar fehlte noch das ein oder andere, aber es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen. Alle waren soweit ausgeschlafen und die Stimmung war trotz der frühen Tageszeit ausgesprochen gut. Am Vormittag stand bei schönsten Sonnenschein Training auf dem Programm. Zwei mal ging es für alle die Strecke hinunter. Das klappte auch schon besser als gestern. Nur einer fuhr rückwärts ins Ziel. Mittags gab es Nudeln mit Bollo oder gebraten mit Ei. Bevor es zur zweiten Trainingseinheit ging, wurden die letzten Reparaturen an den Booten erledigt. Dann hieß es für alle wieder rauf aufs Wasser. Einmal die komplette und zwei mal die kürzere Sprintstrecke. Einer unserer Jungs schaffte es tatsächlich noch zweimal rückwärts durch die letzten Kehrwasser ins Ziel zu paddeln. Alle waren froh als wir um 17 Uhr wieder zurück am Haus waren. Bis zum Abendessen vertrieben sich alle individuell die Zeit. Es gab selbst belegte Pizza. und im Anschluss noch Eis als Belohnung für die tollen Leistungen heute. Abends spielten wir dann verschiedene Kartenspiele

Tag 3 Der Tag begann mit einem ausgiebigen Frühstück samt frischen Brötchen und Rührei. Selbst aufgeschnittenes Obst und Gemüse wurde angeboten. Dann stand das Training auf dem Plan. Insgesamt drei mal wurde die Strecke gefahren. Das Training begann wie es gestern endete. Alle vorwärts durchs Ziel, einer Rückwärts. In den weiteren Läufen schafften es alle regel konform ins Ziel. Nach der Mittagspause auf zur Generalprobe. Trotz angekündigtem Regen meinte es der Wettergott gut mit uns und so blieb es trotz jeder Menge Wolken am Himmel trocken. So kamen auch alle Kanuten trocken ins Ziel. Alle, nein einer unserer Jungs kippte kurz vorm Ende noch ins Wasser. Nach kurzem Schreck konnte er ans Ufer schwimmen. Die auf der Strecke befindlichen Slalompaddler retteten Boot und Paddel. Getreu dem Motto: Generalprobe verpasst, dann klappt das Rennen. Zum Abendessen gab es Pellkartoffeln mit Quark und Salat. Abends bekamen wir noch Besuch von Familie Eickenberg. Da wurden die letzten Absprachen für das gemeinsame Grillen morgen mit allen Unterstützern vor Ort besprochen. Noch ein paar Runden Lügen gespielt und dann ab ins Bett. Die Aufregung steigt merklich bei unseren Kindern. Eine deutsche paddelt man ja auch nicht täglich. Also Daumen drücken.

Tag 4 Wie jeden Morgen begann der Tag um 8 Uhr. Doch obwohl alle gestern früh ins Bett sind, herrschte eine Totengräberstimmung am Frühstückstisch. Die Anspannung war deutlich spürbar. Bis zum Start wurde es trotz schönsten Sonnenschein auch nicht besser. Die Kanuten gingen an den Start, alle die heute nicht fuhren, verteilten sich auf der Strecke um anzufeuern. Tobi machte den Anfang und erreichte einen hervorragenden 9 Platz. Dann kamen die Schüler A. Als erster dieser Gruppe fuhr Felix, als zweiter Starter war Daniil an der Reihe. Sie erreichten den 14 und 17 Platz. Im Anschluss ging Jan ins Rennen. Er schaffte einen tollen 8 Platz. Zu guter Letzt war Lena an der Reihe.  Bei einer bärenstarker Konkurrenz paddelte sie sich auf den 6. Platz und das im ersten Jahr in der Jugend. Die Einzel waren erfolgreich bestanden. Nach einer zweistündigen Mittagspause mit einigen kräftigen Schauern stand noch das Mannschaftsrenner der Schüler an. Hochmotiviert begannen sie ihr Rennen. In der schlußkurve dann der Megagau. Beim Versuch die Abstände untereinander zu verringern fuhr unser Vordermann zu langsam durch die Wellen und kippte kurz vor der Ziellinie. Schwimmend mit dem Boot unterm Arm überquerte er das Ziel. Nach Aufforderung der Rettungskräfte ließ er das Boot los und wurde herausgezogen. Leider gelang es den Hilfskräften nicht das Boot einzufangen, so das dieses die Hubertuswalze runter floss. Das Ergebnis ein völlig zerstörtes Boot. Bedröppelt ging es zurück. Nach einer kurzen Chillpause grillen wir jetzt seit 17 Uhr gemeinsam. Inzwischen ist die Stimmung deutlich ausgelassener.

Tag 5 Der Tag heute fing nach dem gestrigen Grillen eine Stunde später an. Trotz länger Schlafzeit war es recht ruhig am Frühstückstisch. Bis zum Start der Juniorenfahrer wurde in der Sonne gechillt oder gezockt Eine knappe Stunde vorm Rennen ging es zum Start. Ordnungsgemäß wurde sich 30 Minuten vorher aufgewärmt. Systematisch verteilten sich alle anderen auf der Strecke um unsere beiden Jungs anzufeuern. Diese kämpftet sich auch erfolgreich ins Ziel. Gestartet waren sie nacheinander, auf der Ergebnisliste standen sie auch wieder hintereinander, nur diesmal anders herum. Sie wurden 13 und 14. Es trennten sie nur 2 Sekunden. Insgesamt stellt dies einen guten Mittelwert dar. Der Sieger war knapp eine Minute schneller , der letze knapp eine Minute langsamer. Dann ging es zu einer kleinen Stärkung zurück zum Haus. Am Nachmittag stand Kultur aus dem Programmplan. Wir besuchten die Seisenbergklamm.  Die anfängliche Unlust wich schnell der Begeisterung für dieses wunderschöne Naturerlebnis. Zwischendurch wurden sogar Steintürme um die Wette gebaut. Abends gab es dann zur Freude aller das gut behütete Essensgeheimnis. Es gab Burger 🍔 zum selber bauen. Unsere besten schafften drei plus Nachtisch. Nach dem Aufräumen fuhren wir alle zusammen nach Lofer um uns für morgigen Abend ein Restaurant auszusuchen. Nachdem wir erfolgreich einen Tisch haben reservieren können machten wir uns noch auf den Weg zum Eiscafé. Doch das hatte zu unserer Enttäuschung aufgrund veränderter Öffnungszeiten bereits geschlossen. Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch. Den Rest des Abend ließen wir dann entspannt ausklingen.

Tag 6 Ausschlafen! Das gefiel allen, Frühstück um  10 Uhr. Anschließend schon mal die Zimmer auf Vordermann bringen und anfangen die Koffer zu packen. Dann ab zur Strecke. Heute stand das Mannschaftsrennen der Junioren auf dem Programm. Und hier waren die Erwartungen schon sehr hoch. Ein Platz auf dem Treppchen wurde anvisiert. Zwei Jungs feuerten vom Rad aus an, die anderen verteilten sich an der Strecke um unsere Athleten von dort zu unterstützen. Unsere Seele fuhr noch kurz vor dem Start noch eine Gruppe gestrandeter Pilgerfrauen den Berg hinauf, da diese den Bus verpasst hatten. Dadurch kam sie  fast noch zu spät zum Start. Mit qualmenden Bremsen erreichte sie den Start noch rechtzeitig. Trotz aller Anstrengung und Einsatz der Athleten sowie der massiven Anfeuerungsrufen verpasste unsere Jungs ganz knapp den dritten Platz.
Sichtlich Enttäuscht fuhren wir zurück ins Haus.
In den nächsten Stunden waren wir mit Abreisevorbereitungen beschäftigt. Es hieß Boote aufladen, Besteck und Geschirr wieder den richtigen Wohnungen zuordnen, Koffer zu Ende packen etc. Um 17 Uhr ließen wir uns im Restaurant  "Neuwirt" in Lofer verwöhnen. Lecker Essen sowie einen kalorienreichen Nachtisch gönnten wir uns. Zwischendurch noch ein paar Mannschaftsfoto geschossen bevor das bis dahin sommerliche Wetter von einem Gewitter abgelöst wurde. Pünktlich zur Siegerehrung hatte Petrus ein einsehen und drehte nach und nach die Schleusen wieder zu.  Nachdem diesen formalen Akt hinter uns gebracht hatten, mussten die Trainerinnen noch zur  Kaderplanung während sich der Rest schnell noch mal zu Hause ausgefertigt machte. Das angekündigte Feuerwerk fiel buchstäblich ins Wasser.  Unsere nächste Anlaufstation war die Hazienda und hier tobte der Bär. Das gefiel allen. Hier ließen wir den Abend stimmungsvoll ausklingen.